Hallo Schatz – Unsere neue Upcycling-Sendung in der ARD

15. März 2019

„Hallo Schatz“ ist ein sehr liebevolles, gemütliches, kreatives Format mit warmer, angenehmer Atmosphäre. Eine humorvoll-nostalgische Sendung für den Nachmittag – mit ganz viel Freude an alten Geschichten.

Here you find the English post: Our new upcycling show.

Wie du vielleicht schon mitbekommen hast, habe ich die letzten Monate am Set und vor der Kamera eines neuen TV-Formates gearbeitet – „Hallo Schatz“.

Ich bin äußerst glücklich, ein Teil dieser neuen ARD-Sendung zu sein und möchte dir – so kurz vor der ersten Ausstrahlung- unsere Arbeit der letzten Monate im Detail vorstellen.

Worauf du dich freuen kannst, wie unsere Arbeit hinter den Kulissen aussieht, und was das Besondere an „Hallo Schatz“ ist – ich zeige es dir. Folge mir auf unsere märchenhafte Burg!

Alle Bilder dieses Beitrags: Julian Huke / WDR.

Kreative Arbeit an historischen Objekten – Worum geht es bei „Hallo Schatz“?

Wir befinden uns auf der Burg Adendorf, einem Adelssitz inmitten von Nordrhein-Westfalen.

Dort empfängt der Moderator der Sendung, mein sympathischer Kollege Oli P., Gäste, die uns alte Schätze mitbringen und spannende Geschichten darüber zu erzählen haben.

Sie bitten Oli darum, die von ihnen teils jahrelang in Kellern oder Schränken verstauten Objekte, Erbstücke der Vorfahren oder auch ganz einfache Flohmarkt-Funde, wieder zu neuem Glanz – und Wert – zu bringen.

Vom anschließenden Verkauf der aufpolierten Stücke möchten sie sich einen Herzenswunsch erfüllen.

Oli überbringt mir daraufhin seine neuen „Schützlinge“ und überrascht mich immerzu, mit welch ausgefallenen und ungewöhnlichen Stücken er aufwartet! Gemeinsam begutachten wir die Objekte und überlegen, welche Künstler oder Restauratoren geeignet wären, daraus ein einzigartiges Unikat zu machen.

Unsere Mission beginnt!

Die VerkäuferInnen bringen ihre alten Objekte zu uns auf die Burg.

Dann werden Pläne geschmiedet, um die alten Stücke wieder zu einzigartigen, glanzvollen Schätzen werden zu lassen. Hier gemeinsam mit Puppendoktor Marcel Offermann.

Die Upcycling- / bzw. RestaurierungsexpertInnen treffen auf unserer Burg ein und haben immer großartige, oftmals verblüffende Ideen parat. In unseren Burg-Werkstätten machen wir die ersten Arbeitsschritte, tüfteln Pläne für die Aufarbeitung aus und nehmen die Stücke auseinander – sägen, hämmern, schrauben, reinigen und polieren was das Zeug hält.

Dabei machen wir oft faszinierende Entdeckungen und können dabei erahnen, welch spannendes Leben die verstaubten Schätze bereits hinter sich hatten, bevor sie in unseren Händen landeten.

Während die Objekte in den Heimwerkstätten der ExpertInnen vollendet werden, hat Oli die Aufgabe, alle Register zu ziehen, um interessierte KäuferInnen für die einzigartigen Stücke zu finden.

Dabei steht er nicht selten vor einigen Hindernissen, denn nicht nur die Arbeits- und Materialkosten für die Aufarbeitung sollen abgedeckt werden, sondern auch noch ein Gewinn für die ursprünglichen Besitzer dabei herauskommen.

Zum großen Finale jeder Folge treffen wir uns alle auf der Burg wieder und staunen oftmals über die Transformation der Objekte. Denn was aus ihren alten Schätzen geworden ist, erfahren die VerkäuferInnen selbst erst ganz zum Schluss.

Es ist sehr beeindruckend, was mit viel Passion, handwerklichem Können und künstlerischem Schaffen aus nutzlosem Plunder, aber auch historisch besonderen, jedoch mittlerweile wertlosen Gegenständen wieder für auserlesene Herzensstücke werden können.

Das Ergebnis macht nicht nur die KäuferInnen glücklich: mithilfe des Erlöses können für die Vorbesitzer ganz besondere Wünsche endlich in Erfüllung gehen.

Was „Hallo Schatz“ von anderen Fernsehformaten unterscheidet

Wenn ich Bekannten das erste Mal von unserer Sendung erzähle, fällt meist die Frage „Ist das nicht so ähnlich wie Bares für Rares“? Ganz sicher liebe ich die Sendung sehr, und habe sie über die Jahre unzählige Male geschaut.

Artikel wie der kürzlich erschienene Text von Wunderweib mit der Überschrift „Wird Hallo Schatz erfolgreicher als Bares für Rares?“ verteilen natürlich sehr schmeichelnde und tolle Komplimente! Doch wirst du beim Schauen von „Hallo Schatz“ schnell sehen, dass es ein völlig anderes Format ist.

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Natürlich möchten wir ebenso historische Objekte verkaufen, und das am besten mit viel Gewinn, um den ursprünglichen Besitzern eine große Freude zu machen.

Doch der große Fokus liegt bei uns auf der Kreativität, der Transformation alter Dinge – die je nach Schatz in Form von Restaurierung oder Upcycling stattfindet.

Unser herrschaftlicher „Arbeitsplatz“ – Die Burg Adendorf

Ein breiter Wassergraben mit schwimmender Enteninsel, raschelndes Laub, blühende Blumenstöcke und eine alte, hölzerne Scheune mit hohem Dachstuhl – ganz besonders magisch ist das Setting unserer Sendung. Wir befinden uns auf der Burg Adendorf in Nordrhein-Westfalen, einem herrschaftlichen Anwesen, das zum Großteil im 17. Jahrhundert entstand.

Umgeben von zahlreichen Apfel- und Pflaumenbäumen, den frechen (und gefräßigen) Hofhunden Lotte und Ellis, die unterschiedlicher und putziger kaum sein könnten, und einer gigantischen Gartenanlage, ließ es sich wirklich herrlich arbeiten.

Ich habe mich jeden Tag gefreut, wenn ich von meiner lieben Kollegin Isabel auf die Burg gefahren wurde. Das morgendliche Betreten der Anlage war wie ein „Ankommen“, das mich perfekt auf den Drehtag einstimmte.

Ein besonderer Arbeitsplatz, der ganz bestimmt auch die Zuschauer schnell bezaubern wird.

Meine Rolle in der Sendung

Da ich in diesem Beitrag all die Fragen beantworten möchte, die mich bezüglich unserer Sendung erreichten, möchte ich natürlich auch erzählen, wie ich eigentlich zu „Hallo Schatz“ kam.

Du weißt vielleicht durch das Verfolgen meines Blogs, dass ich Kunstgeschichte studiert habe und mich schon immer leidenschaftlich mit Geschichte, Kunst und historischen Schätzen beschäftige. Das ist auch einer der Gründe, weswegen auch mein Vintage Blog vor fast 5 Jahren entstanden ist!

Infolgedessen ist auch die Redaktion von „Hallo Schatz“ auf mich aufmerksam geworden und fragte an, ob ich interessiert wäre, mit ihnen zu arbeiten.

Nach erstem Kennenlernen und Probedreh, was alles innerhalb weniger Wochen von statten ging, hatte ich das große Glück, Teil dieser schönen Sendung zu werden.

Während Moderator Oli viel mit der Annahme alter Schätze, dem Verkauf der Objekte und der Suche nach ExpertInnen und InteressentInnen beschäftigt ist, gebe ich den historischen Input zu den Stücken.

Nach genauer Begutachtung erzähle ich ein wenig über deren Hintergründe, Entstehung oder Besonderheiten, und gemeinsam mit den KünstlerInnen mache ich die ersten Arbeitsschritte.

Eine faszinierende Aufgabe, die mich jeden Tag aufs Neue überrascht. Kein Objekt gleicht dem anderen – und von historischen Automobilen bis einfachem Treibholz ist wirklich alles dabei!

Hinter der Kamera – Die Arbeit am Set

Auch wenn Oli und ich die Konstante vor der Kamera sind, ist das Team vor Ort natürlich um einiges größer.

Die Aufnahmeleitung ist vor Ort dafür zuständig, dass der Zeitplan eingehalten wird, alle Protagonisten bereitstehen, die Requisite griff- und das Set drehbereit ist.

Ein Realisator / eine Realisatorin hat den Drehplan im Blick und begleitet die Aufnahme jeder einzelnen Szene – haben Oli, die ExpertInnen und ich alle wichtigen Informationen überbracht, sind alle notwendigen Kamera-Einstellungen im Kasten?

Ich finde, dass sich „Hallo Schatz“ auch ganz besonders durch das warme Bild und die besonderen Details auszeichnet, was dem großartigen Kamera- und Ton-Team zuzuschreiben ist.

Ein Drehtag ist sehr umfangreich, Oli und ich müssen viele Informationen, Zahlen und Fakten im Hinterkopf behalten, worauf ich mich immer am Abend zuvor vorbereite.

Alles in allem sind wir täglich etwa 10-15 Personen am Set. Als „Neuling“ habe ich mich von Anfang an sehr wohl gefühlt.

Anfängliche Bedenken und Nervosität aufgrund meines ersten großen Fernseh-Jobs wurden mir durch die lieben Kollegen schnell genommen, und diese angenehme Atmosphäre vor Ort half mir, mich schnell in die gemütliche, nostalgische Welt von „Hallo Schatz“ einzuleben.

Mich erreichten einige Fragen, wie für mich eigentlich die Zusammenarbeit mit Oli P. war – einem Schauspieler und Sänger, der es nun mittlerweile seit über 20 Jahren gewohnt ist, vor der Kamera und auf der Bühne zu stehen.

Oli und ich sind ein tolles Team geworden, die Arbeit mit ihm fand immer auf Augenhöhe statt.

Wir verstehen uns wunderbar und hatten große Freude, an jedem Tag die „neuen“ alten Schätze in Empfang zu nehmen, den spannenden Geschichten unserer Upcycling- und Restaurierungs-ExpertInnen zu lauschen und gemeinsam verstaubten Objekten zu einem neues Leben zu verhelfen.

Ich kannte ihn bisher durch die Medien als Popsänger und war überrascht, wie viel Liebe und Begeisterung auch er für Geschichte und historische Schätze hegt. Ich kann versprechen, dass dieses Interesse auch zu der einen oder anderen witzigen Situation bei den finalen Verkäufen führen wird.

Seine positive und fröhliche Ausstrahlung hat mich immer angesteckt. Gerade in den ersten Drehwochen war ich natürlich unglaublich nervös.

Hallo Schatz WDR_German Upcycling Show_julianhukephotography.com (4059)
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Unzählige Dinge sind zu merken und zu verinnerlichen – nicht aus Versehen die Hand vor das (unter meiner Kleidung versteckte) Mikrofon zu halten, immer offen zur Kamera zu stehen, trotz des entspannten Smalltalks den roten Faden vor Augen zu halten, die interessanten Geschichten aus den Gästen herauszukitzeln, indessen die Zeit im Auge zu behalten… – alles Aspekte, die einem geübten Moderator wie ihm natürlich schon lange zur Selbstverständlichkeit geworden sind, für mich aber nun erstmal in möglichst kurzer Zeit zu lernen waren.

Doch gerade die Gespräche mit ihm vor und hinter der Kamera haben mir bei all dem sehr geholfen, da er immer ein offenes Ohr für mich hatte.

Seine unglaublich positive Art und die Leichtigkeit vor der Kamera haben sich sofort auf mich übertragen, was mir den Einstieg einfacher machte. Dafür danke ich ihm sehr!

Wo und wann läuft „Hallo Schatz“?

Nachdem ich dich nun ganz bestimmt für unsere neue Sendung begeistern konnte, möchtest du sicher auch wissen, wann du sie eigentlich schauen kannst.

„Hallo Schatz“ läuft ab dem 19.03. um 16:10 in der ARD.
Täglich – Montag bis Freitag.

Wir haben insgesamt 30 Folgen gedreht, die über 6 Wochen ausgestrahlt werden.

Für alle, die keinen Fernseher besitzen, ist die Sendung natürlich auch in der Mediathek abrufbar! Wenn du zusätzlich noch ein paar Einblicke hinter die Kulissen erleben- und regelmäßige Neuigkeiten erfahren möchtest, kann ich dir auch die Facebook-Seite von „Hallo Schatz“ wärmstens ans Herz legen.

Abschließend möchte ich sagen, dass „Hallo Schatz“ für mich eine ganz besondere Erfahrung ist – nicht einfach nur ein „Job“. Ich habe das Team, die Burg, all die Experten und ihre Geschichten ins Herz geschlossen und bin wahnsinnig gespannt auf die anstehende Ausstrahlung.

Das ganze Team hat viele, viele Monate an der Produktion der Sendung gearbeitet.

Als wir im August mit den Dreharbeiten begannen, konnte ich mir kaum vorstellen, dass ich bald vor dem Fernseher das Ergebnis unserer gemeinsamen Arbeit sehen würde – damals schien der März noch so weit entfernt… Doch kommenden Dienstag ist es tatsächlich soweit!

Ich freue mich sehr, wenn du dir selbst unser Format anschaust und mich wissen lässt, wie du es findest. Du bist herzlich eingeladen, uns bei unseren historischen Entdeckungen auf Burg Adendorf zu begleiten.

Hallo Schatz WDR_JulianHukePhotography

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