Die Suche nach sich selbst – Warum mein eigener Stil mein ganzes Leben verändert hat

28. Februar 2017

Mein ganzes Leben lang habe ich mich nicht wirklich besonders gefühlt. Es fehlte etwas. Mein eigener Stil ist für mich wie eine heimliche, jahrelange Liebe, die ich nun endlich frei gelassen habe. Ich mag vielleicht „anders“ aussehen, doch dabei habe ich mich selbst gefunden.

Find here the English version of the Blogpost: On the way to yourself – How finding my own style changed my whole life.

Über viele Jahre habe ich mich nicht wie ich selbst gefühlt. Während meiner Teenager-Zeit bestand meine Garderobe hauptsächlich aus Erdtönen.

Ich war zu unsicher, wollte nicht angeschaut werden, oder aus der Masse herausstechen. Kleider und Röcke waren mir viel zu gewagt. Es dauerte bis in die Oberstufe, bis langsam mein Interesse für Mode erwachte. Als Studentin zog ich dann aus der Kleinstadt nach Leipzig. Plötzlich hatte ich sämtliche Boutiquen und Modegeschäfte direkt vor meiner Nase – so viele Möglichkeiten, verschiedenste Looks auszutesten. Ich wurde schnell ein Mädchen von vielen.

mein eigener Stil

Ein ganz großes Dankeschön an Kristian Scheffler Fotografie und Lisa von Lisagie, die mit mir diese wunderschönen, zeitlos-eleganten Bilder geschaffen haben. Sie zeigen all den Stil und die Klasse, die für mich der vintage Look ausmacht.

Mein eigener Stil zeigt mir heute: Ich habe mich damals nie richtig „komplett“ gefühlt.

Sich dem „Mainstream“ (was bedeutet Mainstream überhaupt noch?) anzupassen ist absolut nicht schlimm! Nur war das eben einfach nicht ich. Ich kleidete mich nicht so, wie ich es gern getan hätte – sondern wie ich die Frauen auf den Straßen sah, in den Läden oder Magazinen.

Als Chinos mit Blazern und Ballerinas kombiniert wurden, kaufte ich sie mir. Als Maxiröcke und Jeanshemden modern wurden, trug ich sie. Als überall Ethno Prints in die Boutiquen kamen, schloss ich mich eben auch diesem Trend an. Jedes Mal, wenn ich auf eine Veranstaltung oder Feier ging, fragte ich meine Freundinnen, was sie denn anziehen. Ich fragte mich auch, was die anderen Gäste tragen würden – einfach um auszusehen wie sie, um nicht herauszustechen.

Problematisch wurden für mich auch heiße Sommertage. Ich wusste einfach nicht, wie ich mich in der Wärme kleiden sollte. Von meinen Beinen wollte ich eigentlich nicht zu viel zeigen, doch es war einfach zu warm, um lange Hosen zu tragen. Hotpants oder Miniröcke gefielen mir sowieso noch nie, doch Alternativen gab es kaum.

In diesen typischen Zara, H&M und Co. – Looks habe ich mich nie besonders gefühlt, nicht richtig komplett. Ich mochte schon damals schöne Mode, feminine Kleidung, nur wusste ich nicht so ganz, wie ich das in meinen Outfits zum Ausdruck bringen konnte. Mittlerweile habe ich das Gefühl, all die Jahre, in denen ich mich hinter Kartoffelsack – farbener Kleidung und furchtbar unbequemen Jeans versteckt habe, nun nachholen zu müssen.

Deine Leidenschaft ist schon immer da, du musst ihr nur zur Oberfläche verhelfen.

Nachdem ich in den letzten drei Jahren meine Leidenschaft ausleben konnte, machte es alles plötzlich Sinn. Warum ich Kunstgeschichte studiert habe, warum ich es schon immer liebte, alte Filme zu schauen und Audrey Hepburn’s Kleider in My Fair Lady bewundert habe, oder warum ich es schon immer genoss, über Stunden alte Fotografien meiner Oma zu durchstöbern und ihren Kindheitserinnerungen zu lauschen. Auch hatte ich schon immer eine große Liebe für Museen, für Geschichte, Architektur und alte Bücher.

Wenn ich all diese kleinen Anzeichen rekapituliere, erkenne ich, dass meine Leidenschaft für den vintage Stil schon immer da war. Ich habe ihr nur keine Beachtung geschenkt. Doch ich kann dir versprechen, früher oder später wird dein Inneres es dir nicht mehr gestatten, das zu verbergen, was in dir steckt – eines Tages muss eine Leidenschaft erkannt und gelebt werden.

Was ist es denn, was dich immer umgibt? Was ist es, das deine Aufmerksamkeit auf dich zieht, wohin du auch gehst, wovon du heimlich träumst, wenn du im Internet stöberst, oder durch Bücher und Magazine blätterst? Was sind die kleinen Dinge, die Themen, die sich in deinem Alltag heimlich immer wiederholen?

Es gibt immer kleine Hinweise, die dir den Weg zeigen können.

mein eigener Stil

Foto von Kristian Scheffler Fotografie, 30er Jahre Makeup von Lisagie. Die wunderschöne Location ist die Oper Leipzig.

Zögere nicht, wenn du „anders“ bist. Das ist keine Maskerade, das ist dein wahres Ich.

Eines muss ich dir sagen, was passieren wird, wenn du dich entscheidest, „anders“ zu sein: Die Menschen starren. Doch lass mich dir noch etwas sagen: Es kümmert dich nicht! Natürlich wirst du auffallen. Es ist normal, aus der Masse herauszustechen, wenn man ein roter Punkt in einer schwarzen Menge aus Menschen ist. Aber du fühlst dich so wohl und selbstbewusst in deinem eigenen Look, dass es dich absolut nicht mehr interessiert, was andere sagen.

“‎Do not allow people to dim your shine because they are blinded. Tell them to put on some sunglasses, cuz we were born this way bitch!” Lady Gaga.

Fremde sprechen mich auf der Straße an und wollen wissen, wieso ich mich hinter meinem Makeup verstecke. Erstens: Was kümmert euch eigentlich das Aussehen einer unbekannten Person? Zweitens: Ich verstecke mich nicht! Das Makeup lässt mich zu der Frau werden, als die ich auch innerlich bin. Mit fertigem Styling fühle ich mich eher als ich selbst. Und das eben nicht, weil es mir als Maskerade dient – es ist einfach mein eigener Stil.

Viele von euch wissen bereits, dass ich seit Längerem gegen Depressionen kämpfe, ebenso habe ich eine chronische Immunerkrankung. Themen, über die ich des öfteren auf meiner Instagram Seite spreche, da ich weiß, dass es vielen ebenso geht. Für mich ist diese vintage Welt auch ein wundervoller Weg, mit diesen Themen umzugehen. Wenn ich mich nicht gut fühle, nehme ich mir besonders viel Zeit für mein Styling.

Es hilft mir dabei, Kraft zu schöpfen, Stück für Stück. Mich zu sammeln, vorzubereiten und zu konzentrieren, bevor ich das Haus verlasse. Eine entspannende Prozedur, die mir zur alltäglichen Vorbereitung für die hektische und moderne Welt geworden ist.

Eine einzige Entscheidung kann zu einer Kettenreaktion führen.

Es ist wirklich unglaublich, wie viel sich verändert hat, seitdem ich meinen eigenen Stil entdeckt habe und mich entschied, einen neuen Weg zu wählen. Dabei geht es nicht nur um meine Garderobe, sondern um mein ganzes Leben.

Mit der Befreiung von der stereotypischen Mode hörte ich auf, eine stereotypische Karriere zu leben. Ich möchte mich in kein berufliches Schema pressen, ebenso wie ich mich nicht in viel zu unbequeme und enge Skinny Jeans quetschen möchte. Ich muss meinen eigenen Weg gehen. Keine zu engen Jeans, keine zu strengen Regeln.

“Follow your inner moonlight, don’t hide the madness.” Allen Ginsberg.

Schritt für Schritt habe ich meinen kompletten Kleiderschrank auf den Kopf gestellt. Die modernen, in Massen produzierten Kleidungsstücke sind im Online Verkauf gelandet oder zu Kleiderspenden geworden (wirf niemals intakte Kleidung weg, es gibt immer jemanden, der sich freut, diese zu tragen!). Mein Musikgeschmack wurde ein anderer, auch meine Vorlieben für Filme, ebenso ist die Einrichtung unserer Wohnung immer mehr dem vintage Thema gewichen. Der Fokus in meinem Leben hat sich komplett verschoben. Ich beschäftige mich viel mehr mit fairer Mode, fairer Produktion und umweltfreundlicherem Leben.

Kannst du dir vorstellen, wie entspannend es ist, durch deine Heimatstadt zu spazieren, an all den Schaufenstern der Modegeschäfte vorbei, während dich keine der dort gezeigten Stücke interessieren? Die einzigen Schaufenster, die mich noch schwärmen lassen, sind die der Bücherläden. Ich konzentriere mich auf völlig andere Dinge, und das ist herrlich.

mein eigener Stil

Lisa von Lisagie ist eine wirklich talentierte Visagistin. Sie zauberte mir ein tolles Makeup, das an das alte Hollywood der 30er Jahre erinnert. Hier zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du das passende Makeup zaubern kannst: 30er Jahre Makeup.

Wie du solch eine Frisur stylen kannst, siehst du in meiner Anleitung für Locken über Nacht. Die Ohrringe sind von Bow & Crossbones.

Umgib dich mit Menschen, die dich inspirieren.

In den Monaten, in denen sich meine Erkrankungen verschlimmerten, verlor ich einige meiner engsten Freunde. Ich weiß nicht, ob sie einfach mit der Situation überfordert waren, oder ob sie mich als Last empfanden. Das spielt auch keine Rolle mehr, denn ich habe eine sehr wichtige Lektion aus diesen Erfahrungen gelernt: Umgib dich mit Menschen, die dir gut tun.

Ich war schon immer recht nervös wenn es darum ging, neue Leute kennenzulernen. Schon Tage vor einem Event war ich furchtbar unsicher. Was werden sie wohl von mir denken, passe ich denn überhaupt in die Gruppe? Heutzutage habe ich genug Selbstwertgefühl um sagen zu können: Ich muss in keine Gruppe passen. Und ja, sie werden mich trotzdem ernst nehmen, weil ich endlich selbstbewusst auftrete.

Die Menschen, mit denen du deine Zeit verbringst, haben einen großen Einfluss auf dein Leben. Ihre Mentalität kann dich inspirieren und dir helfen, ein besserer Mensch zu werden, oder sie kann dich runterziehen. Schau dir mal diesen wunderbaren Artikel der Huffington Post an, der auf tolle Weise beschreibt, wie positiv Menschen dein Leben bereichern können.

“Remember that like attracts like. You have to give off positive vibes and be confident. You also have to be yourself. This will lead you to the people that are right for you”, Huffington Post.

Als ich meinen Blog ins Leben rief, lernte ich viele beeindruckende und talentierte Menschen kennen. Wir lernen voneinander, wir helfen einander, oder wir leihen uns gegenseitig ein offenes Ohr, wenn es nötig ist. Und das Besondere ist, manche von ihnen kenne ich noch nicht einmal persönlich. Wir haben uns online kennengelernt, teilen die selbe Leidenschaft, die gleichen Ziele, und das ist es, was uns letztendlich verbindet. Genau dies sind die Menschen, die dich voran bringen. Und sie haben einen unglaublich großen Einfluss auf deine eigene Einstellung.

Ich bin sehr dankbar für all die wertvollen Menschen, die ich in den letzten Jahren kennenlernen durfte. Seien es Sophia, Lisa, Christin, Manja, Madlen, Jen, Claire und all die anderen Powerfrauen, und natürlich auch mein Partner, der selbst Startup – Gründer ist und mich tagtäglich mit seinem unendlichen Optimismus und Antrieb inspiriert.

mein eigener Stil

Solch ein Look ist für mich viel femininer als ein kurzer Rock oder ein tiefes Dekolletée. Diese wunderschöne 30er / 40er Jahre inspirierte Palazzo Hose findest du in einer meiner liebsten Online Boutiquen – Topvintage*. Ein solches Barett findest du beispielsweise hier*, einen Rollkragenpullover hier*.

Nachdem ich mich jahrelang nur verkleidet und kostümiert gefühlt habe, scheine ich mich nun endlich selbst gefunden zu haben. Und das ist das schönste Gefühl von allen: Herauszufinden, wer du wirklich bist, wer du sein möchtest und was dazu beiträgt, dass du dich in deiner eigenen Haut wohl fühlst.

“When you are content to be simply yourself and don’t compare or compete, everyone will respect you.” Lao Tzu, Chinesesischer Philosoph.

Seit mich mein eigener Stil begleitet, nehmen mich die Menschen auch viel eher ernst. Ich mag vielleicht anders aussehen als viele andere, aber ich bin dabei ich selbst. Und das ist am Ende alles, was zählt.

Ein großer Dank an Kristian Scheffler, Lisagie und die Oper Leipzig, die mich bei diesen tollen Bildern unterstützt haben!

Weitere Beiträge zum Thema vintage Stil und Styling Tipps:

40er Jahre Mode  und wie du sie heute tragen kannst – Allied Style Guide
Mein Hutgesicht – Wie du den perfekten Damenhut findest
20er Jahre Makeup – Anleitung für den glamourösen Look
Schlafwickler – Vintage Waves und sanfte Locken über Nacht

*Infos zu den im Beitrag verwendeten Affiliate Links findest du unter meinen Vintage Shopping Tipps.

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24 Kommentare

  • Antworten Christin 28. Februar 2017 at 20:48

    Liebe Vicktoria,
    Wie immer wundervoll und „echt“ geschrieben.
    Ich erinnere mich zurück, als du mich als erstes für deinen noch jungen Blog Interviewt hast, weißt du noch 🙂
    Du hast mir auch über deine schwierige Zeit mit deiner Krankheit erzählt und ich konnte dich, was die Depression angeht, so gut verstehen.

    Und jetzt sieh dich an, wo du nach gerade mal 1 oder knapp 2 Jahren stehst oder besser gesagt, wie du da stehst. So stark und lebensfroh, du machst anderen Menschen Mut und zeigst Ihnen auf ganz liebe und einfache Weise selbstbewusst zu sein.

    Aus einer kleinen, zaghaften Bloggerin, hast du dich zu einer wunderschönen, modebewussten und sehr kultivierten Frau entwickelt.
    Super erfolgreich in der Vintage-Szene, trotzdem nicht abgehoben und sehr sympathisch 🙂

    An deinem Beispiel sieht man wirklich wie schnell man wachsen kann, wenn man, wie du schon sagtest, sich mit den Menschen umgibt, die einem gut tun. Das kann ich nur bestätigen, mir ging es bis vor 1 Jahr noch genau so und jetzt passieren gerade so viele tolle Dinge. Auch weil ich mich wie du es beschreibst, nur noch mit den Dingen umgebe, die mich auch wirklich beschäftigen und mich selbst bestärken. Das allein macht schon eine sehr selbstbewusste Haltung aus, wie ich finde.

    Oje, ich könnte gerade so weiter schreiben, du siehst, mit deinen Worten hast du auch in mir etwas bewegt, vielleicht sind solche wahren Worte auf meinem Blog auch bald mal angebracht 🙂

    Ich wünsche dir noch einen schönen Abend und schicke herzliche Grüße in die Heimat.
    Mach weiter so :*

    Gruß,
    Christin

    • Antworten Vintagemaedchen 1. März 2017 at 9:39

      Liebe Christin,

      hihi ja genau, das Interview mit dir ist ja schon eine gefühlte Ewigkeit her! Aber besonders toll ist es doch, dass wir trotzdem noch beide dabei sind und uns so weiterentwickelt haben!

      Ohh deine Worte bedeuten mir wirklich viel. Das ist mir so wichtig, trotz all der Shootings und dem vielen Make-Up und Co. immer noch natürlich und ehrlich zu sein. Es ist auch nicht leicht, so persönlich auf einer Website zu schreiben, wenn man weiß, dass viele den Beitrag lesen werden. Aber ich weiß auch, dass meine Worte vielen Mut machen, sie zum Nachdenken anregen oder motivieren, sich selbst mehr zu trauen. <3

      Ich sende dir alles alles Liebe!

      Liebste Grüße,
      Victoria

  • Antworten Ursula 28. Februar 2017 at 22:16

    Zuerst muß ich gleich sagen, wow was für wunderschöne Bilder! <3 Sie sind ein Traum! Ich war in der Schulzeit auch schon immer die "Seltsame" weil ich lieber auf Pfarrflohmärkten und im Kasten meiner Oma gestöbert habe, als bei H&M und Co – dazu noch die alten Kameras meines Opas – altes hat mich immer schon fasziniert und oft wollte ich einfach die Geschichte dahinter erfahren. Das hat sich bis heute nicht geändert, wobei ich Menschen, wie Dich, die ihre Leidenschaft so richtig ausleben, auch bewundere. Ich bin dann doch zu faul und stehe zu spät auf um mich zu schminken oder die Haare einmal ordentlich hinzubekommen. 🙂

    • Antworten Vintagemaedchen 1. März 2017 at 9:36

      Liebe Ursula,

      das freut mich total, dass dir unsere Bilder so gefallen.

      Siehst du, bei dir hat sich das auch schon über Jahre gezeigt, wohin deine Interessen einmal fallen werden. Und solange du dich so am wohlsten fühlst, ist doch alles perfekt!

      Liebste Grüße,
      Victoria

  • Antworten Maria 28. Februar 2017 at 22:26

    Danke für diesen wunderschönen Artikel ❤

  • Antworten Anton A. 1. März 2017 at 20:38

    Liebe Victoria
    Ich verfolge nun schon seit einigen Monaten deinen Blog und kann dir ein großes Kompliment aussprechen. Du hast ein tollen Schreibstil, der einfach immer Lust macht weiter zu lesen. Selbst als Mann kann ich mich in vielem was du schreibst einfach selber wieder finden. Außerdem bist du absolut authentisch und wirkst nie verkleidet.

    Meine “ Verwandlung “ fing vor ca. 15 Jahren an. Ich mochte es früher laut und wild und mein Kleidungsstil reduzierte sich auf Jeans, Boots und Lederjacke. Aber irgendwann wurde mir alles zuviel . Ich hatte keine Lust mehr auf das alles. Als erstes änderte sich mein Kleidungsstil, ich kaufte das erste Sakko, den ersten Mantel usw. Ich fing an die feineren und vielleicht für andere Menschen unscheinbare Dinge zu sehen wie z.b. die Architektur eines alten Hauses oder einer alten Kirche. Ich fing an Bücher zu lesen, interessierte mich für alte Uhren , ein bißchen für Kunst usw. Mein Kleidungsstil wurde zunehmend klassischer und konservativer. Ich glaube seit ca. 6 jahren bin ich, was meinem Kleidungsstil angeht angekommen. Ich liebe den klassischen britischen Modestil, den ich aber auch gerne durch deutsche Klassiker ,wie z.B. einem Lodenmantel ergänze. Ich trage einfach gerne Sachen , die schon seit eh und je so hergestellt werden wie. z.b. das Tweedsakko, den Mackintoshmantel usw. Auch finde ich es mittlerweile absolut wichtig , wo die Kleidung, die ich kaufe hergestellt wird und unter welchen Bedingungen . Ich kaufe lieber wenige wertige Stücke, wie viele Minderwertige.
    Auch kaufe ich gerne secondhand Kleidung, da ich der Meinung bin das ein Kleidungsstück, das vielleicht vor vielen vielen Jahren mit größter Sorgsam geschneidert wurde es einfach nicht verdient hat als Putzlappen zu enden.

    Ich muss sagen das Kleidung einen Menschen verändern kann. Natürlich hatte ich auch meine Zweifel , ob ich nicht manchmal overdressed war und natürlich ernte auch ich manchmal komische Blicke, wenn ich durch die Stadt gehe und ich aussehe als wär ich gerade einem „Miss Marple“ Film entsprungen. Aber das macht mir gar nichts mehr aus ,da ich so viel Selbstbewußtsein entwickelt habe, das ich zu meinem Stil stehe, der neben der Kleidung auch viel mit guten Umgangsformen zu tun hat und das man andere Menschen mit Respekt begegnet . Natürlich fordere ich auch diesen Respektmir gegenüber ein.
    Achja ich habe in den Jahren wesentlich mehr gute Erfahrung gemacht , wie schlechte. Ich glaube viele Menschen sehnen sich einfach nach etwas Ruhe oder wie es heute so schön heißt nach Entschleunigung und ich glaube, das Menschen dieses auch mit klassischer bzw. Vintagekleidung verbinden.

    Noch kurz zu meiner Person:
    Ich bin 48 Jahre alt und verheiratet. Meine Frau mag es auch feminin und „very british“, nur interpretiert sie das etwas moderner.

    Ich würde mich natürlich freuen wenn du in deinem Blog auch vielleicht mal den klassischen Herrenausstatter vorstellst wie z.b. Ladage und Oelke aus Hamburg oder Cordings in London .

    Liebe Grüsse
    Anton A.

    • Antworten Vintagemaedchen 2. März 2017 at 10:43

      Hallo lieber Anton,

      vielen Dank für deinen langen und persönlichen Kommentar. Das ist wunderbar zu hören, dass auch ein Herr sehr gerne meine Beiträge verfolgt.

      Es ist mir wirklich sehr wichtig, dass meine Beiträge authentisch wirken, umso schöner, dass dem auch deiner Meinung nach auch so ist. Die Dinge, über die ich schreibe, liegen mir einfach wirklich am Herzen

      Dein Modestil klingt auf jeden Fall wunderbar! Darum geht es mir auch, eben nicht nach Masse zu kaufen, sondern einige besondere Stücke, die man wirklich liebt und die auch lange bei einem sind.

      Ich denke auch, dass viele Menschen, die uns anschauen, unsere Mode sehr positiv wahrnehmen. Viele haben auch einfach Respekt, dass sich jemand traut „anders“ zu sein.

      Hast du denn meinen Beitrag zum Stilkontor in Leipzig entdeckt? Die Kleidung würde dir bestimmt auch gefallen. Aber das stimmt natürlich, die Herren kommen bei mir einfach zu kurz. Ich kenne mich in dem Bereich auch leider immer noch zu wenig aus. Da sollte auf jeden Fall mal ein wenig mehr kommen. Die Namen, die du mir nennst, kenne ich noch nicht und werde gleich einmal recherchieren!

      Weiterhin alles Liebe und ganz viel Freude mit deiner Mode :))
      Victoria

  • Antworten Alina 2. März 2017 at 10:44

    Wieder einmal ein wundervoller Artikel von dir, liebe Victoria.
    Wenn man deinen Blog verfolgt und deine wunderschönen Bilder betrachtet, kann man gar nicht glauben, dass du einmal nicht selbstbewusst gewesen bist.
    Ich freue mich für dich, dass du so einen Weg gefunden hast, mit deinen Krankheiten umzugehen.
    Ich liebe zwar den Vintage- bzw. Retrostil, empfinde es aber eher als aufbrezeln, wenn ich mich so zurechtmache. Sonst bin ich doch eher sportlich unterwegs. So ganz angekommen bin ich in der Hinsicht noch nicht.
    Vielen Dank aber, dass du deinen Beitrag über die Schlafwickler nochmal verlinkt hast. Ich finde deine Haare so toll und da ich meine Haare von knapp polang auf schulterlang habe abschneiden lassen, kann ich das jetzt endlich einmal ausprobieren 🙂
    Wie ist denn deine natürliche Haarstruktur?
    Mach bitte weiter so, und bleib wie du bist!
    Ganz herzliche Grüße,
    Alina (frl.seestern auf Instagram 😉 )

    • Antworten Vintagemaedchen 2. März 2017 at 10:51

      Hallo liebe Alina,

      vielen vielen Dank für deine lieben Worte :))

      Wenn es dir zu übertrieben wirkt, dich so zu kleiden, ist das ja absolut in Ordnung! Es soll sich für dich natürlich anfühlen – und nicht wie aufgebrezelt oder overdressed. So eine Suche kann ja auch ewig dauern, das Leben ist eh so voller unerwarteter Dinge, dass in 1,2 Jahren vielleicht schon wieder alles ganz anders aussehen kann. :)) Aber einfach mal etwas auszuprobieren ist nie verkehrt.

      Dann wünsche ich dir viel Spaß beim Testen der Locken! Meine Haare sind recht kraus / lockig und dick. Deswegen benutze ich etwas mehr Wickler als vielleicht andere. Da gibt es auch verschiedene Mengen, die man je nach Struktur bestellen kann. Nur leider hält diese Welle dann auch bei dieser Feuchtigkeit nicht so lang, deswegen bin ich dann doch eher meist mit hochgestecktem Haar unterwegs – aber auch für diese nehme ich die Wickler immer gern! Sie kann man ja auch super für Gibson Rolls nehmen, Poodle und alles mögliche.

      Ganz ganz lieben Dank dir, allerliebste Grüße!
      Victoria

  • Antworten Luisa 2. März 2017 at 21:09

    Hallo Victoria!
    Ich liebe deinen Blog und freue mich immer wieder sehr, wenn Du hier etwas Neues postest. Ich übertreibe auch nicht, wenn ich sage, dass dieser hier mein absoluter Lieblingsblog ist, denn Bilder und Text sind einfach immer wieder der Hammer!:) aber dieser Blogpost hat mich ganz besonders berührt. Ich selbst habe vor ungefähr zwei Jahren meinen eigenen Stil gefunden und bin ebenfalls sehr unsicher dabei gewesen, ihn auch zu leben. Gerade in der Schule hat man immer Angst vor den abschätzenden Blicken anderer, und wenn man zwischen sämtlichen Skinny-Jeans Trägerinnen mit weiter Marlene-Hose auftaucht, macht es das nicht unbedingt besser:) aber mittlerweile habe ich mich daran gewöhnt, und ich muss ebenfalls sagen, dass ich mich wirklich um einiges selbstbewusster fühle als zuvor. Ich erhalte auch seitdem viel mehr positives Feedback zu meiner Kleidung. Wenn mich jemand fragt, warum ich meine Haare in Locken drehe, wo ich doch mit glatten Haaren viel schöner aussehen würde, denke ich mir auch immer wieder, genauso wie Du es mit dem Make-Up Beispiel beschrieben hast, dass ich mich selber mit Locken eben besser fühle. Man will sich damit nicht übertrieben herausputzen, sondern einfach man selbst sein.
    Sehr schön fand ich auch Deine Worte darüber, dass man sich weniger auf bestimmte Regeln spezialisieren und in bestimmte Sachen hineinzwängen lassen soll. Wobei ich hier auch leider sagen muss, dass das in bestimmten Bereichen aufgrund Erwartungen und Leistungsdruck der heutigen Zeit wirklich sehr schwierig durchzuführen ist.
    Auch hat es mich sehr gefreut, dass Dir Dein eigener Stil hilft, deine Depressionen besser zu verarbeiten. Ich habe eben immer wieder Freude daran zu sehen, wie solche kleinen und eigentlich im Großen und Ganzen belanglosen Dinge wie Stil so eine wunderbare Wirkung erzielen können!:)
    Also noch einmal vielen Dank für diesen herrlichen Blogpost:)
    Schöne Grüße,
    Luisa:)

    • Antworten Vintagemaedchen 6. März 2017 at 12:08

      Hallo liebe Luisa,

      ach ist das schön, dass du dich auch entschieden hast, dich in kein Schema pressen zu lassen. Es ist so befreiend! (Ebenso wie Marlene Hosen im Gegensatz zu Skinny Jeans 😛 )

      Das ist auch eine Ehre, solche Worte über meinen Blog zu hören. Derzeit schreibe ich leider recht wenige Beiträge, was auch der Uni geschuldet ist, aber ich bemühe mich, dem wieder mehr Zeit zu schenken. Denn es tut auch total gut, sich solche Dinge mal von der Seele zu schreiben und sich mit anderen – wie dir – darüber austauschen zu können.

      Ich wünsche dir alles Liebe für deinen weiteren Weg und hab weiterhin so viel Spaß an deiner Mode! <3

      Liebste Grüße,
      Victoria

  • Antworten laura 4. März 2017 at 9:36

    Liebe Vicky,

    einer meiner liebsten Posts von dir bisher! Wunderschön geschrieben und so eine wahre, inspirierende Botschaft! Mir geht es da genau wie dir, ich fühle mich wohl in meiner Haut und in dem, was ich trage, und das ist so ein bestärkendes Gefühl! Toll fand ich auch den Punkt, dass die Kreativität und das Interesse bereits in uns steckt, vielen fehlt bloß leider der Mut, diese auszudrücken. Toll, dass du deinen Weg gehst und andere inspirierst, den ihren zu finden <3

    Alles Liebe,
    Laura

    • Antworten Vintagemaedchen 6. März 2017 at 11:58

      Hallo Laura,

      vielen Dank für deine lieben Worte <3 Das ist toll zu hören, dass es dir ebenso geht! Ich hoffe, dass ich mit diesem Beitrag und meinen Bildern auch andere inspirieren kann, sich mehr zu trauen.

      Alles Liebe,
      Victoria

  • Antworten SELINA 4. März 2017 at 22:02

    Liebe Victoria,
    vielen vielen Dank für diesen wunderschönen, bereichernden und hoffnungsvollen Beitrag. Respekt dafür, dass du so persönlich und ehrlich schreibst :).
    Ich bin gerade in der Oberstufe und während meines gesamten Schullebens habe ich immer das Gefühl, nirgendwo so richtig dazu zu passen. Dieser Artikel, dein gesamter Blog, schenkt mir Mut und Hoffnung, dass es keine Schande ist, anders zu sein. Ich hoffe ich werde meinen eigenen Weg finden und eines Tages mit genauso viel Selbstbewusstsein auf die Straße treten können wie du :D.
    Bleib so wie du bist und schreibe bitte weiter solche tollen Beiträge!

    Liebe Grüße, Selina

    • Antworten Vintagemaedchen 6. März 2017 at 12:04

      Liebe Selina,

      ganz lieben Dank für deine Worte. Dein Kommentar zeigt mir, dass es so vielen Menschen so geht – genau deswegen schreibe ich solche Beiträge. Ich wünsche dir weiterhin ganz viel Mut und Kraft für deinen Weg!

      Liebe Grüße,
      Victoria

  • Antworten Tinchen 8. März 2017 at 3:26

    Bevor ich angfange, möchte ich ersteinmal loswerden, wie wundervoll ich auch all die Kommentare finde, die vom Weg zum Selbstvertrauen und zur Selbstfindung erzählen <3 Danke Vicky, dass du uns auf deinem Blog Raum dafür gibst!

    Also dann zum eigentlichen Kommentar:

    Liebe Victoria,
    Die Bilder, die du in diesem Post mit uns geteilt hast, sind so hinreißend! Vor Allem das Portrait, es ist einfach perfekt!
    Ich hätte auch bezüglich deiner Shootings auch eine Frage: Die Fotos, die nicht in Zusammenarbeit mit einem Label entstehen, veranlasst du sie oder der Fotograf bzw. die Fotografin? Also geht die Anfrage von dir aus oder andersherum?
    So oder so, es sind immer klasse Bilder!

    Du sprachst in deinem Post auch von den Menschen, die du übers Internet kennengelernt hast und die deine Leidenschaft teilen. Hast du sie durch deinen Blog kennengelernt? Oder etwa durch Facebookgruppen, Foren, …? Denn ich selbst bedaure es des öfteren, dass in meinem Freundeskreis niemand so denkt wie ich und ich mich mit niemanden über schöne Kleider, alte Filme oder Swingmusik austauschen kann.
    Aber wie du auch in deinem Post erwähnt hast, es geht um das EIGENE Glück, für das man allein verantwortlich ist und man nicht durch verbiegen erreicht.
    Im Allgemeinen hast du, wie sonst auch, deine Botschaft so ermutigend, in so wunderschönen Worten übermittelt, dass es einfach wieder Balsam fürs Gemüt war, diesen Post zu lesen <3

    Ich danke dir und freue mich auf eine Antwort! Ich hoffe, dass dir deine Herzensgüte vom Leben belohnt wird und sich dein Gesundheitszustand nur verbessert.

    Machs gut und alles Liebe!

    • Antworten Vintagemaedchen 10. März 2017 at 9:15

      Hallo liebe Augustine,

      wow, ganz ganz lieben Dank für deine tollen Worte.

      Zum Thema Shooting: Das läuft manchmal so, manchmal so. Meist findet man sich zusammen, brütet gemeinsam eine Idee aus. Oder ein Fotograf schreibt mich an, wenn er Lust auf eine Kooperation hat – oder eben andersrum. :))

      Die Menschen habe ich in letzter Zeit meist über Instagram kennengelernt. Das ist wirklich eine tolle Plattform, und es ist dort eine schöne vintage Community entstanden. Aber auch über das Bloggen selbst habe ich tolle Mädels kennengelernt – weil sie eben selbst bloggen oder Shootings machen. In dem Bereich sind wir eben trotzdem in der „Unterzahl“, und so kennt man sich automatisch irgendwann. Ob nun online oder in der realen Welt. Es ist wie eine große Familie, finde ich.

      Ganz ganz vielen Dank für deine herzlichen Worte, so etwas beflügelt.
      Auch dir wünsche ich alles Liebe!

      Liebste Grüße,
      Victoria

  • Antworten Sofie 15. März 2017 at 13:10

    Liebe Victoria,
    wie gewohnt, beeindruckst Du uns nicht nur mit wunderschönen Bildern, sondern hast auch mit der Suche nach dem eigenen Stil Erfahrungen gemacht, die viele nachvollziehen können. Bei mir setzte die Abkehr von der modischen Massenware eher schleichend ein. Statt in kurzen Hosen habe ich mich in einem luftigen Sommerkleid schon immer erheblich wohler gefühlt und zunehmend in meinem Kleiderschrank nach Röcken und Kleidern gegriffen. Tief in meinem Inneren entwickelte sich daneben eine Leidenschaft für Hosenträger, die klassische Hosen bei schlanker Figur einfach besser sitzen lassen und ihnen etwas Besonderes verleihen. Interessanterweise betonen sie als ehemaliges Männeraccessoire unsere Weiblichkeit. Dazu finde ich sie auch noch herrlich bequem und geniesse immer wieder das Gefühl, nicht durch einen engen Bund oder gar einen festen Gürtel eingezwängt zu sein, sondern nur den leichten, angenehmen Druck der elastischen Träger auf den Schultern zu spüren. Als ich mich schließlich entschloss, sichtbare Hosenträger zu einer neu erstandenen Marlenehose zu tragen, war ich von den zahlreichen Komplimenten meiner Umwelt völlig überrascht, fand mich aber auch in meiner Entscheidung bestärkt. Seitdem liebe ich es, neben Kleidern und Röcken statt unbequemer Jeans häufig zeitlose, weitere Hosen mit Hosenträgern zu tragen, verbunden mit dem schönen Gefühl des eigenständigen Stils.
    Der Einfluss von Kleidung auf unser Wohlbefinden wird oft unterschätzt, insbesondere scheint es mir wichtig, unsere Kleidung flexibel der jeweiligen Gelegenheit anzupassen. Bei Waldspaziergängen trage ich am liebsten Gummistiefel, abends im Konzert würden sie mein Wohlbefinden dagegen weniger fördern. Wie monoton wäre ein Lebensgefühl, wenn man zu beiden Gelegenheiten so etwas wie „moderne“ Turnschuhe tragen würde. Der gelebte eigene Stil wirkt aber nicht nur positiv nach innen, sondern lässt uns auf diese Weise auch nach außen attraktiver und als stimmigere Persönlichkeit erscheinen.
    Ich freue mich daher mit Dir über Deinen Entschluss, den eigenen Stil zu leben, es tut Dir bestimmt gut!
    Liebe Grüße,
    Sofie

    • Antworten Vintagemaedchen 16. März 2017 at 10:58

      Liebe Sofie,

      ganz vielen Dank für deine schönen Worte und den Einblick in dein Leben mit der Mode.
      So fühle ich mich doch wieder bestätigt in dem, was ich schreibe und tue.

      Das klingt wunderbar, wie du Stück für Stück voran gegangen bist – man wird eben immer mutiger und experimentierfreudiger – und dich so am Ende für deinen eigenen Look entscheiden konntest. Das mit den Turnschuhen kann ich gut nachvollziehen, meine Entscheidung würde da ganz ähnlich ausfallen. :))

      Swing Pants und Marlene Hosen werden bei mir derzeit immer mehr, ich liebe sie einfach so sehr. Sie machen eine tolle Taille und sind unglaublich bequem. Nur stelle ich fest, dass ich zwar Kleider und Hosen suche, mir aber nie Oberteile dazu kaufe :)) Also stehen nun erstmal Blusen auf der Agenda 😀

      Ich wünsche dir weiterhin ganz viel Freude dabei, nun geht ja der Frühling los, da macht es gleich doppelt Freude, sich zu stylen.

      Alles Liebe!
      Victoria

  • Antworten Fräulein Molly 29. März 2017 at 9:42

    Liebe Victoria,

    Gestern Abend bin ich rein zufällig über deinen ZAUBERHAFTEN Blog gekullert und bin wirklich entzückt 🙂 ich liebe ebenfalls Retro (würde meinen Kleidungsstil als eine quietschbunte fröhliche Mischung aus 50er, 60er und 70er, mit leicht viktorianischen Einflüssen, definieren). Mir geht es dabei wie dir: ich fühle mich dabei so, wie ich nun mal bin. Aus diesem Grund freue ich mich, dich und deinen Blog entdeckt zu haben und wünsche dir alles Liebe 🙂

    Dein Fräulein Molly

    • Antworten Vintagemaedchen 30. März 2017 at 9:16

      Hallo liebes Fräulein Molly,

      juhu, willkommen auf meinem Blog!

      Dein Stil klingt auf jeden Fall herrlich! Ganz toll, dass auch du dir deinen eigenen Look gefunden hast. <3

      Ich wünsch dir alles Liebe,
      Victoria

  • Antworten Susanne 3. Mai 2017 at 13:40

    Hallo liebe Victoria,
    Nachdem ich deinem Blog schon ne ganze Weile Folge und auch schon immer gerne einen Kommentar hinterlassen wollte, schaffe ich das jetzt endlich mal! Und er passt wohl zu deiner Rubrik der Stilfindung (und Seelenfindung ) am besten! Denn so wie dir geht es tausenden Frauen jeden Alters! Ich bin eine genau 40 Jahre junge Mama, wohnhaft in der Nähe der schwedischen Stadt Uppsala. Ich habe zwei Kinder mit Verhaltensbeeinträchtigungen bekommen. Nach der letzten Geburt sprangen mir die leider überall präsenten „schnell weg mit den Babypfunden“ Artikel/Reklamen etc ins Auge. Was nach dem 1. Kind noch ging, war leider mit 2 seelenpflegebefürftigen sehr schwer, bzw stellte ich nach einer Weile frustriert fest, dass es wohl zeitlich und auch sonst nicht machbar war. Ich sah mich also konfrontiert mit folgenden Zahlen: vorher 38/40 jetzt 40/42, oft 42 bei einer Länge von 174 cm. Alle alten Klamotten passten nicht mehr. Ich bin früher immer mit der Mode gegangen! Season by season. Was nun? Die hippen Kleider fand ich plötzlich unpassend und ich merkte, dass ich mich auch für Vintage zu interessieren begann. Ich versuchte, mich auf Worte wie Anmut, Romantik und Weiblichkeit zu konzentrieren und nicht nur die Zahl 42 im Kopf zu haben. Habe gleichzeitig auch viel über das 19. Jahrhundert gelesen…Ich liebe hochgeschlossene Kragen mit Rüschen! Dein Blog hat mich auf meiner Stilreise begleitet und inspiriert! Heute kombiniere ich Vintage/Antik mit Praktischen Teilen (damit ich auch in Ruhe arbeiten kann als Teilzeitkindergärtnerin und Mama). Ich bin stolz auf meinen Körper und meine Seele, die so Grossartiges geleistet haben in den letzten Jahren und kann meinen Kindern in Sachen bodyimage ein sehr gutes Vorbild sein. Ich bin froh, dass ich mich ganz normal ernähre, auch mal Eis esse und Schoki und nicht den asketischen Weg des „nur Abtrainierens“ gewählt habe. Ich finde es fantastisch, dass es junge Frauen wie Dich gibt, die schon früh eigene Wege finden und gehen! Danke, dass wir Leserinnen dich begleiten dürfen! Vielleicht schaffe ich demnächst einen Kommentar zu deinem literarischen Post! Und ich warte immer gespannt auf neue Posts! Ganz liebe Grüsse aus Schweden. Susanne

    • Antworten Vintagemaedchen 3. Mai 2017 at 14:49

      Hallo liebe Susanne,

      ach wie schön zu hören, dass ich auch so wunderbare Leserinnen in Schweden habe! <3

      Dein Text hat mich sehr berührt. Es ist so schade, dass viele Frauen doch recht lange brauchen, bis sie sich in ihrem eigenen Körper wohlfühlen. Warum nur? Unser Körper ist zu so vielem in der Lage, er erschafft neues Leben und beschützt und begleitet uns durch sämtliche Strapazen des Lebens. Ganz ganz wunderbar, dass du dich in der vintage Mode nun so wohl fühlst. Es ist mir wirklich sehr wichtig, dass Frauen aufhören, an sich selbst zu zweifeln und in erster Linie darauf hören, was ihre Seele braucht und was ihnen gut tut.

      Du scheinst in deinem Leben schon vieles erreicht und geleistet zu haben, dafür ganz ganz großen Respekt. Ich sende dir liebe Grüße und wünsche dir nur das beste!

      Alles Liebe,
      Victoria

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